Namibia 2020


Namibia 2020 - Büsingen - Zürich - Frankfurt - Windhoek - Farm Scharfeneck

 

Ins südliche Afrika zu fliegen hat den Vorteil, dass es Nachflüge gibt. So machte ich mich gegen Mittag auf den weg zum Flughafen Zürich. Auf dem Flughafen angekommen merkte ich sofort, dass der Corona Virus dem Fliegen etwas seiner früheren Exklusivität zurückgegeben hat. In den für den Massentourismus dimensionierten Anlagen hat man unendlich Platz und kaum mehr Wartezeiten. Das Personal freut sich ihre Dienstleistungen erbringen zu dürfen. Sogar das Personal der Sicherheitskontrolle hat Zeit für einen freundlichen Schwatz.

 

In Zürich bestieg ich wie früher den Flieger per Bus. Mit solche einem fliegenden Gartenschlauch bin ich schon lange nicht mehr gereist. Aber was will man für vierzig Minuten. Eigentlich sollte man ja so kurze Flüge gar nicht machen. Aber die Fluggesellschaften bestrafen ja Reisende ohne Anschlussflüge finanziell.

Noch im Dunkeln kamen landete mein Flugzeug in Windhoek. Aussteigen wie aus einem Tram funktioniert in Coronazeiten eh nicht mehr. Auch wenn die Passagiere Mühe damit haben, dürfen nur die Reihen sich erheben und ihr Handgepäck nehmen die dazu aufgerufen sind. In Windhoek dauert das Lange, weil beim Betreten des Flughafengebäudes das Vorhandensein des negativen Coronatestes geprüft wird und dabei eine Schlangenbildung vermieden wird. Auch im Innern des Gebäudes sind strenge Abstandsregeln einzuhalten. Das beschleunigt die Einreiseformalitäten natürlich in keiner Weise. Allerdings war mein Koffer schon da, als ich in endlich zum Gepäckband kam. 

In der Halle wurde ich von einem Mitarbeiter der Farm begrüsst, auf der ich nun die Zeit hier werde. Nach einem Abstecher nach Windhoek zwecks Besorgungen, machten wir uns auf den Weg nach Kalkveld. Wir benützten dazu einen Weg, welcher über Pisten führt. Dafür brachte er, vor allem beim Durchqueren einer Game Lodge, einige Begegnungen mit Tieren.

 

Auf der Farm wurde ch dann auch auf das herzlichste begrüsst. Die Farm Scharfeneck in Kalkveld Otjiwarongo gehört einer Nachbarin aus jungen Tagen welche vor vielen Jahren hierher ausgewandert ist. Hier werden kranke Wildtiere gepflegt und es wird ehemaligen Drogenabhängigen mit einer jährigen betreuten Auszeit, eine Chance geboten, sich neu zu Erden. Ruth Rüegg, so heisst die Farm, dat sich mit diesem Projekt einen Lebenstraum erfüllt und hat mich Eingeladen ihr Paradies zu besuchen. Mein erster Abed hier klang mit einer Raubtierfütterung der speziellen Art und einem Filmabend der Jugendlichen hier aus.


Ausflug um das Farmgelände

 

 

 

Man bracht Gute anderthalb Stunden für eine Fahrt entlang der Aussengrenze, bis man wieder zurück ist. Die Farm liegt weitgehend auf ebenem Gebiet. Aber wie es eben in dieser Gegend von Namibia so ist erheben sich her ab und zu völlig unmotiviert Hügel. So auch auf den ca. 6000 Hektaren dieser Farm. Auf dem nebenstehenden Bild sind die Hügel die grünen Flächen.

Natürlich 

Anschliessend zeige ich auch noch einige Bilder von der Farm selbst.


Eine philosphische Frage zum Nachdenken

Hier etwas zum Nachdenken. Ihr seht hier zwei Boiler zwecks Erzeugung von warmen Wasser, welches für jeweils für drei Zimmer bestimmt ist . Der eine ist isoliert der andere nicht, dafür aber schon mattschwarz gestrichen. In Mitteleuropa wäre ein nicht isolierter Boiler ein No-Go. Warum es hier anders ist versuche ich euch zu erklären.

 

Im isolierten Boiler musst du jeden Tag heizen. Das Wasser bleibt relativ langen warm. Dies vor allem in der kalten Zeit des Jahres. Aber heizen tut man das ganze Jahr.

Nicht so beim unisolierten Boiler. Den heizt man in der kalten Jahreszeit häufiger als den anderen. Dafür liefert er auf Grund dessen, dass die schwarze  Farbe die Sonnenwärme aufnimmt und damit das Wasser ohne weiteres Zutun erhitzt. 

 

So und jetzt die Frage, was ist besser. Für diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Weil diese davon abhängt was dir lieber ist.


Weitere tierische Begegnungen

Im Laufe des Nachmittags kamen einige Pferde zur Tränke. Kurz vor Sonnenuntergang schauten Vögel ob die grossen Tiere auch noch etwas für sie übrig gelassen haben.


Ich lebe nun eine Woche auf dieser Farm. In der Hauptsache beschäftige ich mich mit Malerarbeiten. Diese sind dann wiederum die Grundlage für Aktivitäten der Teilnehmer des Projektes hier. So grundierte ich Wegweiser ur Strassenbeschilderung auf der Farm. Weiters grundiere ich zur Zeit das Schulmobiliar der örtlichen Schule. Am Donnerstag gab es einen Ausflug nach Otjiwarongo. Diverse von uns mussten aus Reisegründen zum Coronatest. So verlief auch mein zweiter obligatorische Test negativ. Corona ist hier das den Alltag beherrschende Thema. In den Orten herrscht Maskenpflicht, welche auch gut befolgt wird. In Otjiwarongo ist ein weiser Bus unterwegs, aus dem Passanten welche keine Maske tragen über Lautsprecher aufgefordert werden, die fehlende Maske anzuziehen. Gestern Samstag war das grosse Grillen angesagt.