Huch! Was für ein Tag. Die Nacht war richtig ruhig. Am morgen kam ein Auto, das einen kurzen Fotohalt machte. Sonst bemerkte ich niemanden.
Es begann gemütlich mit uraltem Kopfsteinpflaster. Dann wurde die Strasse immer schlechter. Schliesslich führte sie mich zu einem Fluss hinunter, den es zu durchqueren galt. Das Flussbett bot keine Schwierigkeiten. Der Wasserstand war niedrig. Das Problem lag beim herauskommen aus dem Fluss. Das Ufer bestand aus weichem Sand und grossen Steinen. Ich stieg aus, besichtigte die Sache und räumte einen grösseren Stein weg. Mit eingeschaltetem Reduziergetriebe und zugeschalteter Differenzialsperre fuhr ich los. beinahe oben begann sich die Hinterachse einzugraben. Ich stoppte sofort, liess das Fahrzeug etwas zurückrollen, versuchte es noch einmal und kam durch. Ein gutes Gefühl. Dies sollte nicht das Highlight sein.
Eine Gute Stunde später fragt ich mich bei einer kritischen Abfahrt ob ich sie nicht besser zuerst mit der Drohne erkunden sollte. Ich verzichtete. Der in der Falllinie führende Weg entwickelte immer mehr zum Bachbett. In der Nähe eines dort liegenden Autowracks entschloss ich mich umzukehren. Wenden ging aber nicht weil es viel zu Steil war. Also musste ich die gut zweihundert Meter rückwärtsfahren. Auch das war nicht so einfach. Soweit unten wie ich war musste ich jeweils aussteigen und mir überlegen wie ich die talwärts umfahrenen Hindernisse rückwärts befahren musste. Ging es nicht, musste ich eine andere Lösung suchen. Manchmal stand das Auto so schräg, dass es zu kippen drohte. Wie sich das anfühlt, weiss ich. Das brauche ich nicht noch ein mal.
Schliesslich schaffte ich es. Ich war wieder einmal dafür dankbar, dass ich in brenzligen Situationen so gute Nerven habe.
Es ging nicht lange, stand ich schon wieder vor einer solch ungewissen Situation. Aber aus Schaden kann man auch klug werden. Ich schickte meine Drohne auf einen Erkundungsflug und verzichtete dann die Strecke zu befahren. Ich musste heute auf einige Strassen verzichten und mir einen anderen Weg suchen, weil Strassen die auf der Route waren nicht mehr existierten oder nicht mehr an die aktuelle Strassenführung angeschlossen waren.
Es war trotzdem ein herrlicher Tag. Eigentlich ist die Gegend stotzig und wild. Aber wenn du auf über elfhundert Höhenmeter kommst, werden die Bergspitzen runder und mit Wiesen bedeckt.
Sowohl in den Wäldern wie auch auf den offenen Höhen weiden Kühe und Schweine mit vielen Jungtieren. Wie gut muss deren Fleisch schmecken.
Ich übernachte wieder auf einem einsamen Plätzchen in der Wildnis.













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Andrea (Samstag, 04 Juli 2026 19:32)
Super Fotos!